Emotionen

2025

Integration & Bildung

IT-Supporttag

Lernen im direkten Kundenkontakt

Nadine Schlup

Leiterin Geschäftsbereich Informatik, Gestaltung, Verwaltung

Am IT-Supporttag stellen Lernende der Stiftung Battenberg ihr Wissen in den Dienst der Öffentlichkeit. Sie unterstützen bei alltäglichen IT-Fragen – kostenlos, geduldig und praxisnah. Für die Besucherinnen und Besucher ist der Tag eine konkrete Entlastung, für Lernende wie Malte Aisenbrey ist er ein wichtiger Teil der Ausbildung.

Unterstützung auf Augenhöhe

Der Laptop startet nicht mehr, das E-Mail-Postfach ist verschwunden oder das Smartphone wirft nach einem Update Fragen auf. Für viele sind es technische Hürden, die im Alltag schnell verunsichern und ärgerlich sein können. Am IT-Supporttag der Stiftung Battenberg finden Besucher:innen einen Ort, an dem sie Unterstützung erhalten. Hier nehmen sich Lernende Zeit und erklären Schritt für Schritt – nicht hastig, nicht von oben herab, sondern mit Fokus auf das Gegenüber statt auf Fachjargon.

Malte Aisenbrey – ruhig, aufmerksam, lösungsorientiert

Einer der Lernenden, die regelmässig am IT-Supporttag dabei sind, ist Malte Aisenbrey. Malte absolviert bei der Stiftung Battenberg die Ausbildung zum ICT-Fachmann EFZ und bringt eine besondere Ruhe mit. Bevor er eine Lösung sucht, nimmt er sich Zeit, das Anliegen genau zu verstehen.

„Man braucht Geduld und muss gut zuhören können“, sagt er. „Wichtig ist, dass sich niemand unwohl fühlt oder denkt, die Frage sei dumm.“ Für Malte gehört es dazu, technische Themen so zu erklären, dass sie auch ohne Vorwissen nachvollziehbar sind. Er überlegt sich oft, wie er ein Problem seinen Eltern erklären würde – und findet so die passende, einfache Sprache.

Die Begeisterung für Informatik begleitet Malte schon lange. Bereits mit rund zehn Jahren experimentierte er mit programmierbaren Lego-Robotern. Später kaufte er sich von seinem Taschengeld einen eigenen kleinen Computer, den er selbst einrichtete, und beschäftigte sich auch in seiner Freizeit intensiv mit IT. Was spielerisch begann, entwickelte sich rasch zu einer klaren Leidenschaft.

Der IT-Supporttag verbindet technisches Lernen mit echter Begegnung – und macht Informatik greifbar.

Bei der Stiftung Battenberg findet er einen Ausbildungsrahmen, der ihm erlaubt, diese Interessen weiterzuentwickeln und Schritt für Schritt Perspektiven aufzubauen – fachlich und individuell. Dass Malte auf seine eigene Weise lernt und arbeitet, gehört zu seiner Persönlichkeit. Entscheidend ist für ihn, dass er gezielt gefördert wird und seine Stärken einbringen kann.

Gerade beim IT-Supporttag zeigt sich, wie wichtig Geduld und verständliche Erklärungen sind – Qualitäten, die Malte bewusst einsetzt und weiterentwickelt.

Lernen durch Begegnung

Der IT-Supporttag ist für Malte mehr als eine Abwechslung zum Arbeitsalltag. „Es ist immer ein anderes Problem. Man muss jedes Mal neu überlegen, wie man vorgeht“, erzählt er. Für neue Lernende ist der Tag eine wertvolle Übung im Kundenkontakt.
Geduld, Zuhören, Erklären – das sind Kompetenzen, die hier mindestens so wichtig sind wie technische Lösungen.

Ein Erlebnis ist Malte besonders geblieben: „Ich habe einmal die Daten von einem alten auf ein neues iPhone übertragen – für mich Routine, aber die Kundin war danach enorm erleichtert. Solche Momente zeigen, dass kleine Lösungen viel bewirken.“

«Für mich ist es ein Erfolg, wenn jemand erleichtert und zufrieden nach Hause geht.»

Wirkung auf beiden Seiten

Für die Besucherinnen und Besucher bedeutet der IT-Supporttag konkrete Hilfe ohne finanzielle Hürde. Für die Lernenden ist er ein wichtiger Schritt auf dem Weg in den Berufsalltag und stärkt ihr Selbstvertrauen. Sie erleben, dass ihr Wissen gefragt ist und Wirkung entfaltet.

Malte beschreibt es so: „Wenn ich merke, dass jemand wirklich froh ist, weil ich helfen konnte, gibt mir das jedes Mal einen Motivationsschub.“
Gleichzeitig hat Malte gelernt, Lösungen pragmatisch zu halten: „Nicht alles überkomplizieren – tun, was gebraucht wird, und gut erklären. Das hilft am meisten.“

___

Der IT-Supporttag findet drei bis viermal jährlich statt. Infos zur Anmeldung werden jeweils auf battenberg.ch publiziert.